Elektroskop
Elektrometer

Der britische Physiker Abraham Bennet (1750 -1799) erfand 1786 das Goldblattelektroskop (und eine einfache Influenzmaschine, den sog. "multiplicator"). Es ist ein sehr einfaches und empfindliches Anzeigeinstrument für statische elektrische Potentiale und beruht auf der Abstoßung gleichnamiger Ladungen, zeigt also nicht die Polarität der Ladung an. In den Metallteilen des ursprünglich ungeladenen Elektroskopes findet unter der Einwirkung der angenäherten (positiven) Ladung eine Ladungsverschiebung statt. Es sammelt sich (negative) Ladung an der Kugel des Elektroskops, und auf den Blättchen bleibt ein positiver Ladungsüberschuss. Die positiven Teilladungen auf den Goldblättchen führen dann zur Spreizung, die diese Ladung sichtbar macht. Entfernt man die externe Ladung, so gleichen sich die beiden Ladungsanteile auf dem Elektroskop wieder aus und der Ausschlag geht auf Null zurück.
Die Blättchen sollten abgeschirmt von äußeren elektrischen Feldern sein (Faradayscher Käfig), in einer möglichst trockenen Atmosphäre. Sie bestehen klassischerweise aus hauchdünnem Gold, welches aber mechanisch nicht sehr robust ist. Heutzutage gibt es dünne, leichte, leitende Kunststofffolien, aus denen antistatische Beutel z. B. für elektronische Bauteile bestehen. Metallbedampfte Folien sind nicht so gut geeignet, da sie nicht durchweg leiten und sich dennoch statisch aufladen können. Der Draht, an dem die Blättchen hängen, sollte einen Durchmesser von mindestens 1,5 mm haben (Spitzeneffekt).

Weitere Bauformen:
Braunsches Elektrometer
Kondensator-Elektrometer

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